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Was ist ein Investmentclub?
Der Investmentclub dient privaten Geldanlegern dazu, ihr Geld als Gemeinschaft gewinnbringend anzulegen. Sie funktionieren ähnlich wie Sparclubs in größerem Rahmen, nur dass das angelegte Kapital beim Investmentclub höher ist, und "richtig" angelegt wird, anstatt auf einem gemeinsamen Sparkonto mit jährlich stattfindender Auszahlung gesammelt zu werden.


Beim Investmentclub wird ein gemeinsames Vermögen in einem Gesamtdepot verwaltet, an dem die Investmentclub-Mitglieder beteiligt sind.

Man unterscheidet regionale Investmentclubs in kleinerem Rahmen, bei denen sich die einzelnen Mitglieder meist untereinander kennen und überregionale Investmentclubs im professionellen Rahmen mit mehreren hundert Mitgliedern.

Sinn und Zweck von Investmentclubs ist es unter anderem, kleinere Anlagebeträge zusammenzuführen, um damit erforderliche Mindestanlagebeträge zu erreichen, die man bei z.B. bei Fonds benötigt. Investmentclubs werden auch zur Risikostreuung gewählt und zur Optimierung von Gebühren, denn bei vielen Banken werden die degressiven Gebühren über das Ordervolumen berechnet.

In der Vergangenheit fühlten sich viele Anleger von Aktien als Form der Kapitalanlage überfordert. Dies hing mit den katastrophalen Entwicklungen an den Weltbörsenplätzen zusammen, die Aktie schien plötzlich unrentabel als Form der Kapitalanlage. Als einzelner Anleger fühlte man sich oft machtlos dem Kapitalmarkt ausgeliefert.

Anleger, die hingegen gemeinsam in Investmentclubs investieren, lernen voneinander, tauschen ihre eigenen Erfahrungen auf dem Finanzsektor aus und geben untereinander ihr Wissen weiter, was sie selber über die Finanzmärkte erlangt haben.

So bieten Investmentclubs auch eine reelle Chance für eher Börsenunerfahrene Privatpersonen, an eine für sie neue Anlageart herangeführt zu werden. Fast von selber lernen Börsenneulinge so in persönlichen Gesprächen, sich mit wirtschaftlichen Dingen zu beschäftigen, Marktgewohnheiten der Börse kennen zu lernen und wirtschaftliche Zusammenhänge zu erfassen. Als ein "Aktienclub" hilft der Investmentclub beim Aufbau eines eigenen Aktienportfolios mit geringem Kapitalaufwand für den einzelnen Anleger. Damit lässt sich zum Beispiel eine weitere Grundlage für eine zusätzliche, renditestarke Altersvorsorge schaffen.

In vielen regionalen Investmentclubs kommt auch als positiver Nebeneffekt das gesellige Beisammensitzen nicht zu kurz. Im Investmentclub beteiligen sich die einzelnen Mitglieder aktiv an den jeweiligen Anlageentscheidungen.

Wird ein Investmentclub nach deutschem Recht geführt, ist die Rechtsform hierfür meist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, in der die Anleger gemeinsam ihr Kapital verwalten und über seine Anlageform bestimmen. Hierüber muss ein Gesellschaftsvertrag von allen beteiligten Gesellschaftern gemeinsam unterschrieben werden.

 

 

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